Gründung
Die erste Zusammenkunft und gleichzeitig der Gründungstag unseres Vereins war der 16. Februar 1964, der dritte Sonntag im Monat Februar. Von der Gründung zeugen zahlreiche Presseberichte aus dem März 1964.
Zum ersten Vorstand wurden damals gewählt:
1. Vorsitzender Heinz Venmans, Stellvertreter Hans Heun, Kassierer Adolf Eden und Schriftführer Karl-Heinz Zwerner.
Schon am ersten Tag traten 20 Briefmarkensammler dem Verein bei. Das Vereinslokal „Eyller Eck“ auf der Mittelstraße, Ecke Eyller Straße im Kamp-Lintforter Ortsteil Geisbruch wurde zum Vereinslokal bestimmt und man traf sich nun dort jeden dritten Sonntag im Monat. Allein der „Sammlerdienst“ hatte in seiner Presse-Veröffentlichung wohl Schwierigkeiten bei der Schreibweise des Vereinslokals.
Dort wurde das „Eyller Eck“ kurzerhand in „Wyller Eck“ umbenannt.
Auch sollte die Überschrift in der NRZ „Beim Frühschoppen wird getauscht“ nicht über den nötigen Ernst beim Sammeln und Tauschen der gezähnten Schätze hinwegtäuschen.
Die Chronik des Briefmarkensammlervereins Kamp-Lintfort lässt sich in fünf Zeitspannen unterteilen:
– 1964 bis 1969
– 1970 bis 1983
– 1984 bis 2003
– 2004 bis 2013
– 2014 bis heute
Die erste Zeitspanne kann wohl aus gutem Grund zur sogenannten „Blütezeit“ des Vereins gezählt werden. Die zweite Periode ist eine Zeit der Stagnation und der dritte Zeitraum eine Zeit der Konsolidierung. Die vierte Periode war eine Zeit, die geprägt war von Ausstellungen und regelmäßigen Großtauschtagen. Im Jahre 2014 feierte der Verein sein 50. Vereinsjubiläum und bemüht sich seitdem, die Aktivitäten der letzten Jahre fortzuführen.
1964 – 1969
| 23.02.1964 | Auf der ersten Vorstandssitzung wurde einstimmig beschlossen, zwei Mitglieder als Kassenprüfer zu wählen. Erstmalig geschah dies aber erst auf der Jahreshauptversammlung im Januar 1965. |
| 01.04.1964 | Nach nur zwei Monaten erfolgte bereits der Eintritt des Briefmarkensammlervereins Kamp-Lintfort in den Verband der Philatelisten in NRW e.V. |
| 31.05.1964 | In der zweiten Vorstandssitzung nach der Gründung wurde die Idee einer Werbeveranstaltung geboren. Aber diese Idee sollte sich erst dreieinhalb Jahre später in die Tat umsetzen lassen. |
| 29.08.1964 | Das Vereinsschild wurde im Vereinslokal „Eyller Eck“ aufgehangen. Danach hing es im Eingangsbereich des Vereinslokals „Kolpinghaus“. Im aktuellen Vereinslokal des Don-Bosco-Haus ist es nicht mehr aufgehangen worden. |
| 29.11.1964 | Da die Mitgliederzahl der Jugendlichen stark anwuchs, wurde beschlossen, auf der nächsten Jahreshauptversammlung einen Jugendwart zu wählen. |
| Januar 1965 | Von dieser Jahreshaupversammlung zeugte nicht nur der Zeitungsausschnitt der NRZ. Im Vorstand bestätigt wurden der 1. und 2. Vorsitzende. Neben dem Jugendwart wurden noch ein Rundsendeleiter, zwei Kassenprüfer und ein Beisitzer gewählt: 1. Vorsitzender Heinz Venmans, 2. Vorsitzender Hans Heun, Kassierer Günter Bezold, Schriftführer Günter Waschkewitz, Jugendwart Albert Michely, Rundsendeleiter Rolf Ramin, 1. Kassenprüfer Alfons Frost, 2. Kassenprüfer Fritz Schulz, Beisitzer Karl-Heinz Zwerner. Die Mitgliederzahl hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt um 32 auf 52 Mitglieder erhöht. |
| 07.03.1965 | Auf der folgenden Vorstandssitzung wurde eine Aufnahmegebühr von DM 2,– für neue Mitglieder festgelegt. Von dieser Maßnahme blieben die Jugendlichen ausgeschlossen. |
| 16.05.1965 | Schon zwei Monate später fand die nächste Vorstandssitzung statt. Es wurde beschlossen, eine vereinseigene Satzung aufzustellen. Diese Satzung ist bis heute nicht offiziell widerrufen worden, besitzt damit noch ihre Gültigkeit und wurde nur in den Jahren 1990 und 2023 in einigen Punkten ergänzt und überarbeitet. Ferner wurde eine Fahrt mit dem Autobus zu der am 29.08.1965 stattfindenden Briefmarken-Ausstellung in Essen angesprochen. Zu dieser Fahrt meldeten sich 13 Jugendliche und 45 Senioren! |
| 02.07.1965 | An diesem Tag wechselte man vom bisherigen Vereinslokal „Eyller Eck“ zum neuen Vereinslokal, der Gaststätte „Ritterstuben“. |
| 31.10.1965 | Es wurde ein Tanzabend mit Verlosung veranstaltet. Der Unkostenbeitrag betrug DM 1,– und der Erlös der Veranstaltung kam der geplanten Werbeveranstaltung zugute, die erst im Dezember 1967 stattfand. |
| 23.01.1966 | Nach der Entlastung des alten Vorstandes wurde folgender Vorstand für die nächsten zwei Jahre neu gewählt: 1. Vorsitzender Horst Grenz, 2. Vorsitzender Heinz Venmans, 3. Vorsitzender Kurt Hämel, Schriftführer Günter Waschkewitz, Kassierer Günter Bezold, Jugendwart Albert Michely, Rundsendeleiter Rolf Ramin, Kassenprüfer Fritz Schulz und Friedrich Schäfers, Beisitzer Karl-Heinz Zwerner. |
| 13.02.1966 | Es wurde beschlossen, am 20.03.1966 in der Zeit von 10 bis 18 Uhr einen Großtauschtag in unserem Vereinslokal „Ritterstuben“ zu veranstalten. Dazu sollten alle Vereine aus der näheren Umgebung eingeladen werden. Der Unkostenbeitrag wurde auf DM 1,– festgelegt, bei Vereinsmitgliedern auf DM -,50. Den Händlertisch übernahm Karl-Heinz Zwerner, der hierfür einen Betrag von DM 20,– an die Vereinskasse zu entrichten hatte. Zu diesem Zeitpunkt gehörten dem Verein 91 Mitglieder an. Damit gehörte der Briefmarkensammlerverein Kamp-Lintfort schon nach zwei Jahren seines Bestehens zu den stärksten und größten Briefmarkensammlervereinen am gesamten Niederrhein, wohl auch der Verdienst einer guten Öffentlichkeitsarbeit des Vorstandes. |
| 20.03.1966 | Auch in der Presse wurde der erste Großtauschtag unseres Vereins angekündigt bzw. erwähnt. Der Erfolg dieses Großtauschtages war so groß, daß man sich nun ernsthaft Gedanken über die schon seit langem geplante große Werbeschau machte. |
| 30.10.1966 | Da einige Vorstandsmitglieder aus beruflichen bzw. persönlichen Gründen ihr Amt zur Verfügung stellten, musste vorzeitig ein neuer Vorstand gewählt werden: 1. Vorsitzender Hans Heun, 2. Vorsitzender Günter Bezold, Schriftführer Kurt Hämel, Kassierer Erich Siwitza, Kassenprüfer Friedrich Schäfers und Gerhard Müller, Rundsendeleiter Werner Kröger. |
| 29.12.1966 | An diesem Tag wurde um 19.30 Uhr eine Farbdia-Vorführung mit Ton im Vereinslokal „Ritterstuben“ gezeigt. Diese Vorführung dauerte 120 Minuten und wurde kommentiert durch Dr. Walter Möbs, damals beim Ring deutscher Philatelistenjugend, dem Ehrenvorsitzenden des Landesverbandes der Philatelisten in Nordrhein-Westfalen. |
| 21.01.1967 | Auf der Vorstandssitzung wurde die Neuwahl des Vorstandes auf der kommenden Jahreshauptversammlung einstimmig abgelehnt. Allmählich nahm auch die geplante Werbeschau für 1967 feste Formen an. Weiterhin wurde beschlossen, Mitglieder, die schon seit längerer Zeit mit ihren Beiträgen im Rückstand waren, aus dem Verein auszuschließen. |
| 26.02.1967 | Der ehemalige Sammlerfreund und Schriftführer Kurt Hämel machte die Erfahrung, dass trotz persönlicher und schriftlicher Einladungen zu Mitglieds- und Jahreshauptversammlungen zu 90% überhaupt kein Interesse bei den Mitgliedern vorläge. Auch machte er die Bemerkung, dass bei vielen Mitgliedern die Meinung herrsche, nur durch das Bezahlen ihres Beitrages genug für das Vereinsleben getan zu haben. |
| 26.05.1967 | Das Vereinslokal wurde gewechselt. Ab Sonntag, dem 17. Juni 1967 ist unser Vereinslokal das „Kolpinghaus“ auf der Prinzenstraße in Kamp-Lintfort. Als Tauschtage wurden der erste Donnerstag 19 Uhr (erstmalig am 06.07.1967) und der dritte Sonntag 10 Uhr (erstmalig am 17.06.1967) gewählt. |
| 24.09.1967 | Für die Werbeveranstaltung wurde ein Termin festgelegt, der 03.12.1967, gleichzeitig der Tag der offenen Tür der Post Kamp-Lintfort. Die Frage, ob ein Eintrittsgeld genommen werden sollte, wurde nach einer kurzen Diskussion abgelehnt. |
| 03.12.1967 | In der Zeit von 10 bis 18 Uhr fand in den Räumen des Kolpinghauses die erste und bis dahin einzige Briefmarkenausstellung des BSV-Kamp-Lintfort statt. Zu diesem Anlass wurde ein Schmuckblatt (DIN A5) mit Sondermarke und eigenem Sonderstempel zum Preis von DM 1,– angeboten. |
| 06.12.1967 | Der 03.12.1967 stellte sich im Nachhinein als schwärzester Tag in der Vereinsgeschichte dar, da der Diebstahl eines Posthornsatzes während der Ausstellung bekannt wurde. Deshalb wurde eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Bis heute konnte der Raub nicht aufgeklärt werden. Unmittelbar nach der Werbeausstellung zog der Verein außerdem Konsequenzen aus der schlechten und unzureichenden Unterstützung seitens des Verbandes der Philatelisten in NRW und es erfolgte der Austritt aus dem Verband. |
| 1968 | Für dieses Jahr existieren leider keinerlei schriftliche Aufzeichnungen. |
| 01.02.1969 | Der Verein feierte ab 19.30 Uhr sein fünfjähriges Bestehen mit einer Tanzveranstaltung und einem gemütlichen Beisammensein im Restaurant „Kleingartenverein zur Erholung“ auf der Franzstraße. Der Unkostenbeitrag betrug 3,50 DM. |
| 16.02.1969 | Der Verein blickte auf fünf erfolgreiche Jahre seines Bestehens zurück. |
| 30.12.1969 | An diesem Tag fand die Jahreshauptversammlung und Neuwahl des Vorstandes statt. Leider gibt es hierzu keinen Bericht und auch keine Aufstellungsliste des neuen Vorstands. |
1970 – 1983
| 1970-1983 | Aus der zweiten Zeitspanne existieren leider kaum Aufzeichnungen, so dass diese leider sehr schnell abgehandelt werden kann. Geprägt war diese Zeit besonders durch den Ausschluss zahlreicher Mitglieder, die zum größten Teil in erheblichem Beitragsrückstand waren. Dadurch bedingt ging die Mitgliederzahl drastisch zurück: waren es 1967 noch nahezu 90 Mitglieder, so sank deren Zahl bis zum Jahre 1976 auf 17. |
| 19.08.1973 | Zur 850-Jahr-Feier des Klosters in Kamp-Lintfort gab es einen Sonderstempel „Erste Zisterzienser-Abtei in Deutschland 1123 – 1973“. |
| 16.02.1974 | Der Verein feierte sein 10-jähriges Bestehen. |
| 16.02.1979 | Der Verein feierte sein 15-jähriges Bestehen. |
| 06.03.1980 | Im Vereinslokal Kolpinghaus fand eine Mitgliederversammlung statt, bei der folgender Vorstand gewählt wurde: Werner Kröger (1. Vorsitzender), Friedrich Schäfers (Kassierer), Karl-Heinz Zwerner (Kassenprüfer), Horst Knobel und Friedrich Schäfers (Rundsendeleiter) und Albert Michely (Katalogwart). |